PIENSA

PIENSA – Einsatz von generativer KI zur Unterstützung von Abschlussarbeiten

PIENSA ist ein modularer Selbstlernkurs, der Studierende dabei unterstützt, generative KI bei wissenschaftlichen Arbeiten reflektiert, verantwortungsvoll und lernförderlich zu nutzen.

Generative KI hat in den letzten Jahren auch im Hochschulkontext stark an Bedeutung gewonnen. Sie eröffnet neue Möglichkeiten, wissenschaftliche Arbeitsprozesse effizienter, vielfältiger und zugänglicher zu gestalten, etwa beim Verstehen komplexer Inhalte, bei der Strukturierung von Gedanken oder bei ersten Orientierungsschritten im Arbeitsprozess. Gleichzeitig ist ihr Einsatz mit Herausforderungen verbunden. KI-generierte Inhalte sind nicht automatisch verlässlich, neutral oder unproblematisch und müssen daher kritisch geprüft und eingeordnet werden.

Genau hier setzt PIENSA an. Das Projekt verbindet die Auseinandersetzung mit konkreten Nutzungsmöglichkeiten generativer KI mit der Reflexion über ihre Grenzen, Risiken und Folgen. Dabei geht es auch um die Frage, wie diese Technologien ethisch verantwortungsvoll und im Einklang mit den geltenden Rahmenbedingungen für wissenschaftliches Arbeiten genutzt werden können.
So möchte PIENSA Studierende dabei unterstützen, generative KI weder unkritisch zu übernehmen noch pauschal abzulehnen, sondern sie bewusst, reflektiert und lernförderlich in ihre Arbeitsprozesse einzubinden.

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Laufzeit:

  • 01.10.2025 – 30.06.2026

Beteiligte:

„PIENSA“ steht für Promoting Inclusive, Ethical, and Navigated Studying with AI – also: Förderung eines inklusiven, ethischen und reflektierten Umgangs mit KI im Studium.

Gleichzeitig bedeutet das spanische Wort „piensa“: „denk nach!“

Und genau das ist das Leitmotiv dieses Projekts: PIENSA möchte die Studierenden dazu anregen, bewusst, kritisch und kreativ über den Einsatz von generativer KI im Studium nachzudenken. Sie lernen, KI gezielt und verantwortungsvoll einzusetzen – nicht als Ersatz für Denken, sondern als Werkzeug, das das Denken unterstützt.

Didaktischer Ansatz

Die Konzeption von PIENSA orientiert sich am Technological, Pedagogical, and Content Knowledge (TPACK)-Framework nach Koehler und Mishra (2009). Dahinter steht die Idee, dass ein Lernangebot wie dieses nur dann überzeugend sein kann, wenn fachliche, pädagogische und technologische Perspektiven zusammen gedacht werden.
Für PIENSA bedeutet das, dass nicht nur Wissen über wissenschaftliches Arbeiten eine Rolle spielt, sondern auch Wissen über generative KI, ihre Funktionsweise und ihre Grenzen sowie die Frage, wie daraus ein didaktisch sinnvolles und zugängliches Lernangebot entstehen kann. Im fachlichen Bereich stehen daher wissenschaftliches Arbeiten, der reflektierte Umgang mit generativer KI und Fragen der verantwortungsvollen Nutzung im Mittelpunkt. Der technologische Bereich umfasst Wissen über generative KI, ihre Möglichkeiten, ihre Grenzen und Strategien für einen sinnvollen Einsatz im Studium. Der pädagogische Bereich richtet sich auf die Gestaltung einer Lernumgebung, die Studierende aktiv einbindet und zur kritischen Auseinandersetzung mit KI anregt.
Darüber hinaus orientiert sich das Projekt an Ansätzen einer engagierten Pädagogik (vgl. hooks, 2010), die Lernen als aktiven, reflexiven und partizipativen Prozess versteht. Studierende sollen generative KI daher nicht nur anwenden, sondern auch die Möglichkeit erhalten, ihren Einsatz im wissenschaftlichen Arbeiten kritisch zu hinterfragen und verantwortungsvoll zu gestalten.
So entsteht ein Kurs, der praktische Anwendung, kritische Reflexion und didaktische Zugänglichkeit miteinander verbindet.

Zielgruppe

PIENSA richtet sich in erster Linie an Studierende, die generative KI im Rahmen von Haus- oder Abschlussarbeiten nutzen oder nutzen möchten und verfolgt das Ziel, Studierende zu einem reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit generativer KI im wissenschaftlichen Arbeiten zu befähigen.

Lernziele

Teilnehmende sollen insbesondere lernen,

  • Einsatzmöglichkeiten generativer KI im Studium sinnvoll zu identifizieren
  • KI-generierte Inhalte kritisch zu prüfen und einzuordnen
  • typische Verzerrungen und Grenzen von KI-Systemen zu erkennen
  • generative KI im Einklang mit wissenschaftlichen Standards und Regeln zu nutzen
  • eigene Entscheidungen im Umgang mit KI bewusst und begründet zu treffen

Technische Umsetzung

Der Kurs wird im Rahmen des Projekts PIENSA entwickelt und über KI:Campus veröffentlicht.
Die Umsetzung erfolgt als modularer Online-Selbstlernkurs mit interaktiven Elementen, die unterschiedliche Nutzungssituationen generativer KI im Studium aufgreifen.
Der Kurs befindet sich aktuell in der Entwicklungsphase. Inhalte und didaktische Elemente werden iterativ erarbeitet, erprobt und weiterentwickelt.

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Porträt von Juan Serrano-Sánchez

Dr. Juan Serrano-Sánchez

Praxisprojekt PIENSA
juan.serrano@fernuni-hagen.de

PIENSA ist ein Praxisprojekt von KI:edu.nrw.
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PIENSA
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