TermRAG 4 SafeAI

TermRAG 4 SafeAI
Verlässlichkeit & Rechtssicherheit KI-generierter Inhalte durch Retrievel Augmented Generation (RAG)

Technische & didaktische Rahmenbedingungen für die Lehre in den Geistes- & Sozialwissenschaften

Wie können sensible interne Daten einem generativen Sprachmodell sicher zur Verfügung gestellt werden? Welche Kompetenzen benötigen zukünftige Spezialist*innen der Fachkommunikation dafür und wie können diese schon im Studium vermittelt werden? Um die Beantwortung dieser Fragen geht es in diesem Praxisprojekt von KI:edu.nrw.

Darum geht es uns

Im Praxisprojekt „TermRAG 4 SafeAI“ beschäftigen wir uns mit Retrieval Augmented Generation (RAG) und den sich dadurch ergebenden Möglichkeiten der Anbindung externer Wissensressourcen an generative Sprachmodelle.

Didaktik | Technik | Kompetenzvermittlung

Wir konzentrieren uns besonders auf die didaktische Einbindung der Technik sowie auf die Kompetenzvermittlung. Dazu erproben und evaluieren wir technische und didaktische Rahmenbedingungen in einer Lehrveranstaltung des Masterstudiengangs „Terminologie und Sprachtechnologie“ an der Technischen Hochschule Köln.

Lehrveranstaltung | Reflexion von Sprachmodellen

Wir erproben und evaluieren technische und didaktische Rahmenbedingungen in einer Lehrveranstaltung des Masterstudiengangs „Terminologie und Sprachtechnologie“ an der Technischen Hochschule Köln. In dieser Lehrveranstaltung setzten sich unsere Studierenden neben technischen, ethischen und rechtlichen Aspekten von RAG auch mit der ökologischen Perspektive kleinerer Sprachmodelle (SLMs) auseinander. Die didaktische Konzeption und Durchführung der Veranstaltung wird während des Semesters kontinuierlich kritisch reflektiert und evaluiert.

Das Ziel: Handlungsempfehlungen zur Nutzung von RAG in der Lehre

Unser Ziel ist es, aus den in der Lehrveranstaltung gesammelten Erkenntnissen Handlungsempfehlungen zur Nutzung von RAG in der Lehre, besonders in den Geistes- und Sozialwissenschaften, zu entwickeln. Diese Ergebnisse und die daraus abgeleitete didaktische Handreichung sollen anderen Hochschulen zur Verfügung gestellt werden, um den kompetenten Einsatz von RAG zu fördern.

Logo KI:edu.nrw Praxisprojekt
Logo Technology Arts Sciences TH Köln

Laufzeit:

  • 01.11.2024 – 31.10.2025

Beteiligte:

Fokus:

  • Retrieval Augmented Generation
  • Small Language Models

Lesetipp

Didaktische Handreichung

zur Förderung RAG-bezogener Kompetenzen in der Lehre in Geistes- und Sozialwissenschaften

Die im Praxisprojekt entstandene Handreichung beleuchtet drei Aspekte der RAG-Technologie: Technik, Recht und Ethik. Für jeden dieser Bereiche werden zwei Arten von didaktischen Überlegungen skizziert: Zum einen bietet sie Orientierung für die Klärung von Rahmenbedingungen und konzeptionellen Fragen im Vorfeld der Lehrveranstaltung. Zum anderen enthält sie konkrete Überlegungen und Tipps, die während der Lehrveranstaltung zur Förderung der Kompetenzen bei den Studierenden beitragen können. Ergänzt wird das Angebot durch Leitfragen für Lehrende, die einen Einstieg in die Auseinandersetzung mit dem Thema erleichtern, sowie Literaturtipps, die bei der Vertiefung des Themas hilfreich sein können.

Deckblatt der Handreichung zur Fördernung RAG-bezogener Kompetenzen in der Lehre in Geistes- und Sozialwissenschaften

Was ist TermRAG?

Warum TermRAG wichtig ist

Der Einsatz generativer KI birgt neben großem Potenzial im wirtschaftlichen und öffentlichen Kontext auch zahlreiche qualitative, technische und ethische Hindernisse und Risiken, die von den Nutzer*innen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen bewältigt und kritisch hinterfragt werden müssen. Dazu zählen u.a. Falschinformationen, Halluzinationen, Verletzungen des Datenschutzes usw. Um diesen Problematiken entgegenzuwirken, wird zunehmend der Einsatz von Retrieval Augmented Generation (RAG) erforscht. Mithilfe dieser RAG-Technik können externer Wissensressourcen an die Sprachmodelle angebunden werden, wodurch die genannten Hindernisse und Risiken abgefangen werden können.

So läuft TermRAG ab

Infographik: Datenverarbeitungsprozess eines generativen Sprachmodells

Terminologiedatenbank

TermRAG ist eine spezielle Form der RAG-Technologie, bei der eine Terminologiedatenbank als Wissensressource genutzt wird. TermRAG steht dabei für terminology RAG. Um Antworten eines generativen Sprachmodells mit den Informationen aus einer Terminologiedatenbank anreichern zu können, müssen relevante Daten in der Terminologiedatenbank zunächst identifiziert werden. Dies kann mit verschiedenen Information-Retrieval-Techniken erfolgen, z.B. durch Chunking und Vektorisierung oder stringbasierten Datenbankabfragen.

Filtern, anreichern, generieren

Wenn Nutzer*innen also eine Anfrage an ein generatives Sprachmodell stellen, wird diese nicht direkt an das Sprachmodell gesendet, sondern zunächst mit der Terminologiedatenbank verglichen, um so relevante Informationen für die Anfrage herauszufiltern (Retrieval). Gibt es relevante Informationen in der Datenbank, wird die ursprüngliche User-Anfrage mit den zusätzlichen Daten angereichert (Augmentierung). Erst jetzt wird die Anfrage an das Sprachmodell weitergegeben. Anschließend wird eine Antwort, basierend auf den allgemeinen Trainingsdaten und den spezifischen Daten aus der Terminologiedatenbank, generiert (Generierung).

Unsere Lehrveranstaltung

Wissensmanagement & KI

Unsere Lehrveranstaltung findet im Rahmen des Terminologieprojektes unserer Studierenden des Masterstudiengangs „Terminologie und Sprachtechnologie“ an der TH Köln statt. Entsprechend des Studienschwerpunkts liegt die externe Wissensressource für die RAG-Pipeline in Form einer Terminologiedatenbank vor. Dadurch geben wir den Studierenden die Möglichkeit, ihre Kenntnisse im Bereich des Wissensmanagements praktisch auf die neuesten KI-Entwicklungen anzuwenden.

Auszug einer Terminologiedatenbank in Textformat

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Inhalte und Lernziele

Um die Studierenden auf die eigenständige Entwicklung eines Konzepts zur Einbindung von terminologischen Daten in ein Sprachmodell via RAG vorzubereiten, steht in der ersten Hälfte der Lehrveranstaltung die Vermittlung der Grundlagen im Vordergrund. Darunter fallen theoretisches Wissen zum Thema LLMs/SLMs und RAG sowie eine Einführung in die Teilaspekte Ethik und Recht. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf der praktischen Umsetzung der technischen Komponente des Projekts, also auf der Einrichtung und den Zugriff auf einen HPC-Cluster und die Arbeit mit Python-Skripten.

Projektarbeit

In der zweiten Hälfte der Lehrveranstaltung setzen die Studierenden das Gelernte in einer Projektarbeit um. Ihre Aufgabe ist es, ein eigenes Konzept zu entwickeln, wie terminologische Wissensressourcen (Terminologiedatenbanken) für die Arbeit mit SLMs aufbereitet und eingesetzt werden können. Dies soll unter Berücksichtigung ethischer und rechtlicher Aspekte geschehen. Dazu arbeiten die Studierenden in Kleingruppen, die sich mit der Erstellung der Terminologiedatenbank, der Überwachung der ethischen und rechtlichen Machbarkeit und der Programmierung bzw. dem Anpassen der Python-Skripte auseinandersetzen.

Reflexion

Die Entwicklung des Kurses und der Studierenden wird während der gesamten Lehrveranstaltung protokolliert, damit wir Lehren aus der Machbarkeit und den Voraussetzungen für die Umsetzung einer solchen Veranstaltung ziehen können. Zudem haben die Studierenden die Möglichkeit, jede Sitzung in Form von Reflexionsberichten zu reflektieren und uns so einen Einblick in die Situation der Lernenden zu geben.

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Sprechen Sie uns gerne an!
Foto Vanessa Jochum

Vanessa Jochum

Praxisprojekt TermRAG 4 SafeAI
vanessa_aylin.jochum@th-koeln.de
Foto Karolina Suchowolec

Prof. Dr. Karolina Suchowolec

Praxisprojekt TermRAG 4 SafeAI
karolina.suchowolec@th-koeln.de

TermRAG 4 SafeAI ist ein Praxisprojekt von KI:edu.nrw.
Hier finden Sie Informationen zu unseren Praxisprojekten:

3D
PIENSA
PrepAIre
Prompt.Think.Check
SRL-Agent
Wenn das Bild fehlt
KIMu_Lab
Ki.StadtLabor
Sokratesᵗ
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XLM

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