Learning AID 2026: Diese zwei Keynotes bereichern das Programm!

Learning AID 2026: Diese zwei Keynotes bereichern das Programm!

Am 18. Mai startet die Anmeldung für die Learning AID 2026. Um Ihnen die Zeit bis dahin zu verkürzen, werfen wir hier bereits einen ersten Blick in einen unserer Rahmenprogrammpunkte der Tagung für generative KI, Learning Analytics und Data Mining in der Hochschulbildung: Prof. Dr. Thorsten Thiel von der Universität Erfurt und Prof. Sandra Leaton Gray vom University College London halten in diesem Jahr die beiden Keynotes!

Künstliche Intelligenz und Demokratie: Herausforderungen für Gesellschaft und Hochschulbildung

Am ersten Veranstaltungstag (01.09.2026) beleuchtet Prof. Dr. Thorsten Thiel in seiner Keynote die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf die Demokratie. In seinem Vortrag nimmt der Politikwissenschaftler der Universität Erfurt die folgenden drei Schwerpunkte in den Blick: die Veränderung der demokratischen Öffentlichkeit, die zunehmende Technisierung staatlicher Entscheidungsprozesse sowie das Entstehen neuer Formen politischer Partizipation und Repräsentation. Er diskutiert, welche institutionellen Anpassungen demokratische Systeme unter den Bedingungen von KI benötigen und welche besondere Rolle Bildung und Hochschulbildung dabei einnehmen können, demokratische Gesellschaften auf die tiefgreifenden Umwälzungen vorzubereiten.

Slot auf der Tagung

1. Tagungstag (01.09.2026), 11:00 bis 12:00 Uhr, HID

Abstract

Künstliche Intelligenz und Demokratie: Herausforderungen für Gesellschaft und Hochschulbildung

Die Digitalisierung hat die westlichen Demokratien in den vergangenen Jahrzehnten tiefgreifend verändert. Während das Internet und soziale Medien zunächst als Hoffnungsträger für eine offenere und partizipativere Gesellschaft galten, ist die Skepsis gegenüber ihren Wirkungen auf demokratische Prozesse inzwischen stark gewachsen. Mit der breiten gesellschaftlichen Adaption von KI-Anwendungen stehen wir vor einer neuen Phase dieser Entwicklung. In seinem Vortrag beleuchtet der Politikwissenschaftler Thorsten Thiel drei zentrale Bereiche dieses Wandels: die Veränderung der demokratischen Öffentlichkeit, die zunehmende Technisierung staatlicher Entscheidungsprozesse und – als besonderen Schwerpunkt – das Entstehen neuer Formen politischer Partizipation und Repräsentation. Er diskutiert, welche institutionellen Anpassungen demokratische Systeme unter den Bedingungen von KI benötigen und welche besondere Rolle Bildung und Hochschulbildung dabei einnehmen können, demokratische Gesellschaften auf die tiefgreifenden Umwälzungen vorzubereiten.

Zur Person

Prof. Dr. Thorsten Thiel ist seit Oktober 2022 Professor für Demokratieförderung und Digitalpolitik an der Universität Erfurt. Zuvor leitete er die Forschungsgruppe „Demokratie und Digitalisierung“ am Weizenbaum-Institut. Thorsten Thiel forscht insbesondere zu Demokratietheorie, Digitalpolitik und digitalen Öffentlichkeiten. Seine Arbeiten untersuchen, wie digitale Technologien die Bedingungen politischer Öffentlichkeit, demokratischer Partizipation und kollektiver Selbstbestimmung verändern. Damit gehört er zu den profilierten Stimmen an der Schnittstelle von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Demokratie. Weitere Informationen zur Person: https://thorsten-thiel.net/ 

KI, Ethik und die Zukunft der Universität: Sapienz im Zeitalter intelligenter Systeme

Der zweite Veranstaltungstag (02.09.2026) hält die Keynote von Prof. Sandra Leaton Gray für Sie bereit. Die Professorin für Education Futures am Institute of Education des University College London untersucht in ihrer Keynote die Ausbreitung von Künstlicher Intelligenz in der Hochschulbildung, einschließlich Entwicklungen wie 6G und quanteninspirierte Systeme, und fragt, wie sich diese mit klaren ethischen Prinzipien verbinden lassen.

Slot auf der Tagung

2. Tagungstag (02.09.2026), 09:30 bis 10:30 Uhr, HID

(Hinweis: Die Vortragssprache ist Englisch.)

Abstract

KI, Ethik und die Zukunft der Universität: Sapienz im Zeitalter intelligenter Systeme

Diese Keynote untersucht die Ausbreitung von Künstlicher Intelligenz in der Hochschulbildung, einschließlich Entwicklungen wie 6G und quanteninspirierte Systeme, und fragt, wie sich diese mit klaren ethischen Prinzipien verbinden lassen. Auf der Grundlage aktueller Arbeiten zur Sapienz im Lernen wird argumentiert, dass Universitäten eine eigenständige zivile und intellektuelle Rolle jenseits technischer Optimierung bewahren müssen. Der Vortrag stellt das Modell der „Twelve Domains“ für ein globales Curriculum vor, um Breite und Urteilsfähigkeit über Bildungsphasen hinweg zu sichern. Abschließend wird skizziert, wie Governance und professionelle Praxis entsprechend neu ausgerichtet werden könnten.

Zur Person

Professor Sandra Leaton Gray is Professor of Education Futures at the UCL Institute of Education and a member of UCL Council, the university’s principal governing body. She also serves on REF 2029 Main Panel C (Social Sciences) and advises governments and international organisations on the societal implications of emerging technologies for education and professional life. Professor Leaton Gray is founder and chair of the Artificial and Human Intelligence Group of the British Educational Research Association (BERA).

An applied sociologist by training, her research examines how technological, social and political transformations are reshaping education systems, knowledge institutions and professional judgement. She works particularly on questions surrounding artificial intelligence in education, digital ethics, children’s biometrics, curriculum futures and the governance of data-driven educational systems. Her work contributes to wider debates on the governance of digital technologies and their implications for knowledge institutions, professional judgement and democratic accountability in education.

A central concern of her work is how educational institutions sustain intellectual integrity, human judgement and public trust under conditions of rapid technological change. Her research explores the long-term implications of digital infrastructures and algorithmic systems for learning, professional practice and the organisation of education.

Professor Leaton Gray has published widely on education futures, the sociology of technology, curriculum theory, digital education and assessment. Her work contributes to debates about responsible innovation in education and the institutional responsibilities of universities and public bodies in technologically mediated societies.

Alongside her academic research she advises governments, international organisations and professional bodies on the social and ethical implications of technological change in education and professional training. Organisations she has worked with include the United Nations, the UK Government, the European Commission, the OECD, the UK Royal Colleges of Medicine, the British Dental Association, the International Baccalaureate Organisation, the BBC, Channel 4, Pearson, Kaplan International, the Solicitors Regulation Authority, the Biometrics Institute and the Faculty of Public Health.

She leads the Futures Observatory research group at UCL, which examines how education systems and knowledge institutions respond to technological transformation and wider societal change.

Wenn Sie die beiden Keynotes und viele weitere spannende Programmpunkte wie Podiumsdiskussionen, Workshops, Impulsbeiträge und den Markt der Möglichkeiten nicht verpassen möchten, melden Sie sich ab dem 18. Mai 2026 für die Learning AID an. Die Anmeldung ist über das Conftool möglich. Da die Tagung erfahrungsgemäß schnell ausgebucht ist, empfehlen wir eine frühzeitige Anmeldung.

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