

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich am 23. April 2026 15 Projekte und ihre zugehörigen Mitarbeitenden im Beckmanns Hof an der Ruhr-Universität Bochum ein um sich über KI in der Hochschulbildung sowie damit verbundene technische Voraussetzungen und strategische Fragen auszutauschen. Eröffnet wurde die Veranstaltung traditionell von Dr. Peter Salden, Leiter des Zentrums für Wissenschaftsdidaktik an der RUB und Projektleiter des einladenden Projekts KI:edu.nrw.
Die Einführung durch Dr. Peter Salden und eine erste „Murmelphase“ boten die Gelegenheit, sich bereits zu Beginn mit den umsitzenden Personen bekannt zu machen oder bereits bekannte Gesichter erneut zu begrüßen. Diese Gespräche setzten sich beim anschließenden Gallery Walk fort: Die ausgestellten Postersteckbriefe der teilnehmenden Projekte luden dazu ein, sich einen Überblick zu verschaffen, Fragen zu stellen und Gemeinsamkeiten zu entdecken. In den darauffolgenden Projektvorstellungen im Plenum wurden diese Fragen aufgegriffen und beantwortet, wodurch die Inhalte und Ziele vertieft und unterschiedliche Perspektiven sichtbar wurden.
Zwischen den inhaltlichen Programmpunkten bot das gemeinsame Mittagessen die Gelegenheit, Gespräche in entspannter Atmosphäre weiterzuführen.
Den Abschluss des inhaltlichen Programms bildete eine von KI:edu.nrw-Projektkoordinator Robert Queckenberg moderierte Fishbowl-Diskussion, in der zentrale Themen und Eindrücke des Tages gemeinsam reflektiert wurden.

Wie bereits in den vergangenen Jahren nehmen wir viele tolle Impulse und Ideen aus diesem Treffen mit und haben im Folgenden versucht, sie in drei zentralen Punkten zusammenzufassen:
1. KI in der Hochschullehre braucht interdisziplinäre und hochschulübergreifende Zusammenarbeit
Die diesjährige Zusammensetzung hat wieder gezeigt, dass strategische, technische und didaktische Projekte aufeinander angewiesen sind, um an Hochschulen etwas zu bewegen. Die unterschiedlichen Ansätze an den jeweiligen Hochschulen zeigen auf, wie verschieden das Thema bearbeitet wird und dass man in der Vielfalt voneinander lernen kann.
2. Vernetzung ist auch über den Kontext Studium und Lehre hinaus sinnvoll
Die Beteiligung einzelner Personen und Projekten mit einem Fokus auf Verwaltung sowie Kunst & Kultur am diesjährigen Treffen zeigte auf, dass auch in diesen Kontexten ähnliche Fragen im Zusammenhang mit dem Thema generative KI bearbeitet werden und man bei allen Unterschieden in den Zielgruppen durch den Austausch voneinander lernen und Synergien schaffen kann.
3. Forschung muss wieder stärker mit Praxis in den Austausch gebracht werden
Da in der jüngeren Vergangenheit Projekte ausgelaufen und neue gestartet sind, hat sich auch die Zusammensetzung des KI-Vernetzungstreffens über die Jahre hinweg immer wieder etwas verändert. Beim diesjährigen Treffen fiel auf, dass sich der Schwerpunkt inzwischen in Richtung Praxisprojekte an der Schnittstelle zwischen Technik und Didaktik verschoben hat. Während der Austausch an dieser Schnittstelle höchst produktiv ist, nehmen wir für die Zukunft den Auftrag mit, auch den Dialog an der Schnittstelle von Forschung und Praxis wieder stärker in den Vordergrund zu rücken.
